Das Konzept verbindet eine kommunikationstheoretische Grundorientierung mit einem interdisziplinären Ansatz. Aufgrund dieser Grundorientierung wird Coaching als kommunikatives Handeln gesehen und demzufolge bilden kommunikative Kompetenzen (s.u. Coaching-Kompetenzen) einen Schwerpunkt im Ausbildungskonzept.

Die Ausbildung der Kompetenzen zum Coach und Supervisor erfolgt in Auseinandersetzung mit typischen Problembereichen moderner Arbeitsverhältnisse (Organisationsentwicklung, Teamarbeit, Projektmanagement, Führung, Werte, Politik, Macht, Interkulturalität, Arbeitsbelastung, Karriere, Work-Life-Balance, Gender), die in speziellen Modulen vertieft werden (Facetten moderner Arbeitswelt).

Die Kompetenzvermittlung basiert auf einem interdisziplinären pluralistischen Theorie-Ansatz, der unterschiedliche Theorien, Verfahren und Konzepte aus Psychotherapie, Kulturanthropologie, Ethnographie, Kommunikationstheorie, (Organisations-)Soziologie, sprachanalytischer Philosophie, Lebensphilosophie, ästhetischer Bildung und andere mehr umfasst. Diese Pluralität von Theorien und Konzepten soll es Ihnen erlauben, in Ihrer professionellen Coaching-Tätigkeit situationsangemessen und fallspezifisch aus einer Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten und Vorgehensweisen auszuwählen.  

1. Prozesskompetenz

Sie werden in die Lage versetzt, Coaching-Prozesse professionell durchzuführen. Dazu gehören u.a. Gestaltung des Settings, Herstellung eines Arbeitsbündnisses, Auftragsklärung, Aufrechterhalten von Neutralität und vieles mehr.
Sie beherrschen die wesentlichen Qualifikationen kommunikativen Handelns in beraterischer Interaktion (zuhören können, fragen können, paraphrasieren können, moderieren können, erklären können, argumentieren können) und verstehen es, diese angemessen zu gestalten. Sie tun dies auf der Grundlage einer sich entwickelnden Haltung professionellen Coachings mit einem entsprechenden Rollen- und Professionsverständnis, Werthaltung  und ethischer Prinzipien.
Die Kompetenzen werden vor allem auf der Grundlage von kommunikationstheoretischen Untersuchungen und Theorien zu Zuhörerverhalten, Fragetechniken, Argumentationsweisen, Moderationsmethoden und Formen des Paraphrasierens vermittelt sowie der Literatur zu Ablauf und Formen von Coachingprozessen.

2. Klärungskompetenz

Sie lernen, Klienten in Coaching-Situationen zu einem vertieften Verständnis ihrer jeweiligen beruflichen Situation zu führen, ihre Haltungen und Gefühle zu spiegeln, Handlungszwänge und Blockaden herauszuarbeiten und zu lösen.
Klärungskompetenz wird vermittelt auf der Grundlage sprachanalytischer und sozialphilosophischer Verfahren, des klientenzentrierten und Gestalt-Ansatzes, des Konstruktivismus und ethnologischer Konzepte des Verstehens und Fremdverstehens.

3. Interventionskompetenz

Schwerpunkte der Interventionskompetenz sind unter anderem Klienten zu eigenen Zielfindungen anzuregen, Haltungen und Werte zu überdenken und festgefahrene Muster aufzulösen. Diese Kompetenzen werden auf der Grundlage systemischer, lösungsorientierter und sprachanalytischer Ansätze, Verfahren des Psychodramas, des Gestaltansatzes und der ratio-emotiven und Verhaltenstherapie vermittelt.

4. Stabilisierungskompetenz

Sie lernen, Klienten emotional anzunehmen und aufzufangen, spezifische Belastungsaspekte sowie Ressourcen zu erkennen, und zur emotionalen Stabilisierung und motivationalen Stärkung zu nutzen.
Diese Kompetenzen werden aufbauend auf Motivations- und Stresstheorien, Theorien des Selbstmanagements sowie Konzepten des Empowerments und ressourcenorientierten Ansätzen vermittelt.

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